wie die JournalistInnen, so die LeserInnen


Zu einem Interview mit dem Philosophen und islamischen Theologen Milad Karimi gab es wieder Kommentare (1509!), die Ahnungslosigkeit ausführen:

Der heilige Satz „sapere aude“ wird wie eine Monstranz vor sich hergetragen. Das Wagnis Aufklärung erschöpft sich niicht im Zitieren von Kant. Dass „die Aufklärung“ als höchst komplexes Phänomen zu begreifen wäre, wenn überhaupt, das auch religiöse Komponenten beinhalten, hätte man in früheren Zeiten als „die Aufklärung“ noch nicht zum Identitätsmerkmal verkommen war, lernen können.

Besonders hübsch ist die Beleidigtheit, wenn der Interviewte wagt zu sagen, dass die Aufklärung in der Vorgeschichte dessen steht, dass „das Volk der Dichter und Denker“ zum „Volk der Richter und Henker“ wurde. Da hilft auch der Verweis auf frühere Zeiten nicht, denn auch vor einigen Jahrzehnten wurde die „Dialektik der Aufklärung“ nicht begriffen…