Qualifikationsprofil eines Islamkritikers


In der „Presse“ vom 4. Oktober 2014 kann man nachlesen, was es braucht, um erfolgreich ein sog. Islamkritiker zu werden. Man ist Mitglied der Muslimbruderschaft gewesen, muss die Deutschen für schreckliche Rassisten gehalten haben und durch den Anblick von Schweinefleisch wütend geworden sein. Und das war’s. Beneidenswert.
Man könnte natürlich sagen, dass die von dem hier angesprochenen Herrn ausgesprochenen Meinungen eher zeigen, dass die Muslimbrüder ein ziemlich Bildungsproblem in islamischen Dingen gehabt haben muss als der betreffende Herr Mitglied war. Dass er aus den erworbenen ‚Kenntnissen‘ ein bloßes Negativ zieht und damit als Kronzeuge aus dem Inneren der Bestie durch die Lande reist, fällt ein Urteil über diejenigen, die ihm andächtig lauschen. Allein das Konstrukt „Islam als Faschismus“ ist ein so lächerlicher Kategorienfehler, dass er nicht mehr beschreibbar ist. Dass den Lauschenden auch noch verkauft wird, der neue ‚Islamische Staat‘ verkörpere die Wahrheit des Islams während die „friedliebenden Muslime“ „für die westlichen Gesellschaften…eine Chance“ seien. Also der Islam an sich ist terroristisch, was sind Muslime – auch die friedliebenden? Oder müssen sie nicht mehr Muslime sein, um nicht mehr gefährlich zu sein. Denn „der Islam hat nichts dagegen“ Köpfe abzuschlagen. Also Muslim (und Musliminnen nehme ich an, auch) sind erst gut, wenn sie keine Muslime mehr sind, so der Herr Islamkritiker. Abgesehen davon, dass es einige Bücher gibt, die ihm nahebringen würden, dass IS kaum dem älteren Kriegsrecht entsprechend handelt… Aber der Kronzeuge weiß ja eh alles. Also abgesehen davon, was bleibt. Entweder alle Muslime und Musliminnen als erwiesene TerroristInnen zu deportieren oder zwangsweise zum Atheismus umzuerziehen oder kann man den besagten Herrn wegen Verbrechen gegen die Logik verfolgen.
Ihn mit dem Tod zu bedrohen, ist auf jeden Fall verwerflich.

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