Gemischter Salat


The Arabic We Speak lohnt sich

Hammam Talks auch als Mann finde ich die Idee gut

Chai Society wie könnte ich einem guten Tee und einem Gespräch widerstehen

primamuslima auch wenn ich weniger jung und weniger mit Kopfhörern unterwegs bin

bibliobox weil ich gerade darin herumwühle auf der Suche nach Lesestoff

und weil mich in Zeiten des Lockdowns doch Erinnerungen an Essen far away beschleicht

Mana-ish & More! Middle Eastern Grills and Delights auch in Manila gibt es mana’ish

zur Geschichte


Rijad Dautović, Universität Wien, hat in den letzten Jahren einige interessante Dinge zur organisatorischen Geschichte der Muslime (ganz bewusst hier maskulin) in Österreich veröffentlicht. Ein neuer Essay mit dem treffenden Titel „Geschichte eines Vorwands“ veröffentlicht, der für historisch interessierte Lesende wohl guten Lesestoff bietet. Auch aktuell läd er zur Reflexion darüber ein, wer eigentlich einen politischen Islambegriff hat.

Es gibt nicht immer alles online: Deshalb die neue, lesenswerte Zeitschrift, in der der Essay veröffentlicht wurde: Qamar Nr. 1 (Winter 2020), S.46-53 (www.qamar-magazin.at).

o temp….


Seit 1912 ist der Islam in Österreich anerkannt, aber 2020 darf man noch in einer „Qualitätszeitung“ lesen:

„im Sinne der sunnitischen bzw. schiitischen Rechtsschule des Islam“

Und dabei gibt es so viel an grundlegenden Einführungen in den Islam. Oder, um den Klappentext zu Islam für Dummies zu zitieren: „Über 1,3 Milliarden Muslime leben auf allen Kontinenten. Doch was wissen wir über ihren Glauben?“ In österreichischen „Qualitätszeitungen“ offensichtlich nichts.

Wann werden sie es begreifen?


Noch einmal zum Mitschreiben – auch für die österreichische Zeitschrift „Profil“ (21. 11. 2020) – jemand, den an einer Universität lehrt und zwar etwas, was mit Islam zu tun hat, ist nicht automatisch „Islamwissenschafter“. Islamwissenschaft, wahlweise auch: Islamwissenschaften, ist eine eigene Disziplin, ein spezifisches Fach, die nichts mit islamischer Theologie zu tun hat. Diejenigen, die sie lehren – zumindest auf prozessoraler Ebene – benötigen eine Lehrbefugnis und eine entsprechende Bestellung durch eine Universität. Alle anderen sind was auch immer, aber keine Islamwissenschschafter oder Islamwissenschafterinnen. Anders formuliert: „Islamwissenschaft“ ist nicht etwas an einer Universität, was irgendwie mit Islam zu tun hat.

Das sollte vielleicht sogar einer Journalistin, einem Journalisten begreifbar sein. Oder wohl auch nicht…

Abwertung der anderen Art


Abwertungsvorstellungen der unterschiedlichen Art werden immer wieder produziert. In Österreich findet sich immer wieder Anfälle der besonderen Art: die antideutsche Verschwörungstheorie:

Aus der Website meinbezirk.at:

„Ich weiß wirklich nicht was das soll! Lest Ihr Eure Eigene Zeitung nicht? Österreich hatte den Virus im Griff, & s schon strömen die Deutschen in Massen herein. Schon 1 Tag nach Öffnung der Grenze ist die Pandemie explodiert! Dafür wollen uns die Deutschen Schmarotzer verklagen, weil sie sich angeblich bei uns anstecken. Dann fahren die Deutschen nach Italien! 1-2 Tage danach ist die Pandemie auch dort explodiert! Nicht mehr in den Griff zu kriegen! Dasselbe in Spanien, Kroatien & Slowenien! Kaum sind die Piefke irgendwo, bricht am nächsten Tag die Pandemie aus! Ich weiß ja, daß Ihr das verheimlicht. Da Ihr ja nur „DEUTSCHE PROPAGANDA!“ herausgebt! Deutschland „HUI!“, Österreich „PFUI!“!“

Darauf, dass ein auf Bezirke gerichtetes Medium bevorzugt „DEUTSCHE PROPAGANDA“ betreiben soll, ist schon kurios genug. Ansonsten sei ein weiterer Kommentar zitiert: „Du Spinner :-/“