Religiöses Recht vs. staatliches Recht


aus Deutschland:

Ein Mann will einen Mann heiraten. Er ist Referendar und soll als Lehrer fix eingestellt werden. Sein potentieller Dienstgeber zieht das Angebot aber zurück, weil er durch den potentiellen Lehrer über dessen Homosexualität und seine Heiratsabsichten informiert wurde. Der Dienstgeber beruft sich dabei auf seine religiöse Lehre.

Nun ist ja in Deutschland die „Ehe für alle“ rechtlich verankert und auch der Schutz von Ehe und Familie (GG Art.6) garantiert…

An, beinahe vergessen: Der Dienstgeber ist ein katholischer Orden, die Schule eine katholische Privatschule. Es wäre natürlich ganz anders, wenn es um islamische Dinge ginge…

 

Advertisements

Aus der Zeit der Entdecker….


Es ist manchmal ganz schön, europäische Entdecker aus nichteuropäischer zu betrachten:

„Der letzte Tempel des ewigen Feuers ist von der Menschheit so völlig vergessen worden, daß eine Gelehrtenexpedition, die in Aserbaidshan herumstreifte, ihn eines Tages in allem Ernst wiederentdeckt zu haben glaubte und einen sensationellen Bericht darüber nach Europa sandte. In diesem Bericht wurde ausgeführt, daß diese archäologisch unschätzbare Entdeckung trotz des eifrigen Suchens der Gelehrten nur einem glücklichen Zufall zu verdanken gewesen sei.

Der Templ steht inmitten des Ölbetriebes und ist ein beliebter Ausflugsort der Stadtbewohner. Die Gelehrten waren eben ein wenig zerstreut und allzu entdeckungsgierig.“

Wenn man sich die heutigen Experten anschaut, hat sich wohl noch nicht viel geändert.

 

(aus: Essad Bey: Öl und Blut im Orient. Die Andere Bibliothek 402)

Verblüffende Statements…


Manchmal rechnet man nicht mit einer Stellungnahme: Zu den jüngsten Schließungen von Moscheen in Österreich ein Kommentar von Michael Prüller, Kommunikationschef der Diözese Wien:

 

„Bisher bin ich davon ausgegangen, dass etwa das Verbot von Kirchenbauten in Saudiarabien eine Konsequenz der dortigen Christenverfolgung ist. Ausgerechnet von FP-Funktionären lerne ich nun, dass so etwas bloß eine Integrationsmaßnahme gegen das Aufkommen von Parallelkulturen ist. Wie umsichtig von den Saudis.“

Irgendetwas mit Islam?!


Es ist schon wieder passiert: „Der Standard“, eine selbsproklamierte Qualitätszeitung, nennt einen Professor für Religionspädagogik einen ‚Islamwissenschafter‘. Nun ist ein Islamwissenschafter kein Religionspädagoge und umgekehrt.

Langsam für JournalistInnen: Islamwissenschaft ist nicht etwas, das an Universitäten getrieben wird und sich irgendwie mit Islam beschäftigt. Islamwissenschaft ist keine islamische Theologie und keine islamische Religionspädagogik oder was auch immer. Islamwissenschaft ist eine eigenständige Disziplin, die methodischen Kriterien zu genügen hat, die nicht theologisch sind.

Aber es liest ja doch niemand aus der Qualitätsjournalisterei.